FLEXIBEL AUF HECHT

Die Saison 2015 ist  mittlerweile schon ein paar Tage alt.  Ich war einige Male unterwegs und hatte es hierbei auf Hecht abgesehen. Es gibt sicherlich Tage, an denen sich die Hechte auf alles stürzen, was ihnen vor`s Maul geworfen wird, aber diese Tage sind eher selten. Im Laufe der Saison wird einem immer wieder klar, dass man flexibel sein sollte. Nicht immer sind  die Hechte in der richtigen Laune, um einem schnell geführten Köder hinterher zu jagen. Oder auch anders herum, sind an manchen Tagen langsam und monoton eingeholte Köder den Hechten nicht interessant genug.

Und genau deshalb sollte man auf alles vorbereitet sein, denn heute kann es schon ganz anders laufen als gestern.

In den ersten Tagen wollten die Hechte gleich was zackiges und ich konnte mit dem neuen Zigra 130 F wirklich schöne Fänge erzielen. Das Schöne daran: den Zigra kann man einfach einholen und er hat trotzdem eine recht rasante Aktion und wenn man ihn nun noch das ein oder andere mal anjerkt, wird er von den Hechten knallhart attackiert.

Auffällig war, dass die Hechte einen so „zackig“  geführten Köder haben wollten. Trotzdem war das alleine nicht das Erfolgsrezept, sondern es durfte eine nicht zu auffällige Farbe sein. Die Farbe womit ich besonders gut gefangen habe, war die Farbe „Green Perch“

Mittlerweile ist euch ja bestimmt aufgefallen, dass der Gunki Itoka 155 F zu meinen Lieblingen gehört und ich niemals ohne ihn ans Wasser gehen würde. Den Itoka kann man so verschieden führen, dass man immer den Geschmack der Hechte trifft. Alleine schon, dass sich seine Tauchschaufel rausnehmen lässt und man ihn so direkt an der Oberfläche führen kann, macht ihn für mich so unersetzbar. Schnell eingekurbelt, mit leichten Jerks, oder einfach nur monoton eingekurbelt mit kleinen Pausen: er ist echt extrem vielseitig einsetzbar.

Es ist aber nicht verkehrt, wenn man sich zumindest zwei Farben eines Kunstköders einpackt, denn an manchen Tagen stehen sie auf natürliche Dekors, wie in etwa die Farbe „Pike“ und an anderen Tagen kann es etwas auffälligeres sein, wie zum Beispiel „Spot Bass“ ,mit seinem grünen Kopf, denn solche kleinen, markanten Punkten machen manchmal den Unterschied.

Somit sind wir auch bei meiner Lieblingsfarbe angekommen, die in dieser Saison die Farbe „Spot Bass“ ist.

Auch ist es nie verkehrt, verschiedene Arten der Führung zu testen. Zum einen lernt man so den Köder besser kennen und zum anderen fängt man auch an schwierigen Tagen noch den ein oder anderen Hecht. 

Gummiköder sind auch sehr variabel zu führen. Schon durch die Bebleiung kann man das Laufverhalten enorm verändern. Benutzt man einen leichten Kopf, taumelt der Köder sehr langsam zum Grund und er macht nur wenige Bewegungen. Benutzt man aber einen schweren Kopf, sinkt er rasant ab und bewegt sich dabei auch weiterhin sehr stark.

Gummiköder lassen sich einfach Einkurbeln, oder, wie schon erwähnt, man kann sie mit Pausen einfach Richtung Gewässergrund taumeln lassen. Das hängt aber auch von der Gewässertiefe ab, denn bei flachem Wasser kann man den Jig nicht zu schwer wählen, da man sonst den Köder nur über Grund schleifen würde und man so den ein oder anderen Hänger nicht vermeiden könnte.

Hier hat sich der G´Bump als superfängig erwiesen. Überall hört man von Topfängen und das ist auch kein Zufall, denn der Köder gibt enorme Druckwellen mit seinem Tellerschwanz ab.

Es gibt natürlich noch eine viel größere Anzahl an Ködern, die fängig sind und die sich zum Hechtfang eignen, zum Beispiel Jerks, Spinnerbaits usw.…all diese benutze ich auch, nur die Beißlaune der Hechte ändert sich ständig und man muss auf alle Gegebenheiten vorbereitet sein.

So zum Beispiel hatte ich einen Tag erwischt an dem gar nichts ging und erst als ich einen ziemlich kleinen, aber lauten Köder ( Kaiju 60 S ) montierte, konnte ich noch einige Hechte fangen.

Wenn man sich vorher einen Plan macht und ein paar Sachen beachtet (wie tief ist das Gewässer, ist es voller Kraut, bekomme ich dort oft Hänger, muss ich leicht oder schwer fischen  usw.…), dann kann man schon allerhand Köder ausschließen und braucht nicht Unmengen von Ködern mit ans Wasser zu schleppen. Man packt aber dafür die geeigneten Köder ein und ärgert sich nicht später am Wasser, dass man die besten Köder zuhause gelassen hat.

Und genau das ist es, was mir Spaß macht: auch an schwierigen Tagen den richtigen Köder und die richtige Führung zu finden, um doch noch einen Hecht ans Band zu locken.

Ich drücke euch die Daumen!

Bis zum nächsten Mal

Euer
Christian Kitzki