LANDDORSCHE & GUNKI GRUBBY SHAD !

Dorsche Jiggen vom Kutter oder Kleinboot aus ist eine tolle Sache und macht tierisch Spaß. Aber noch mehr Laune bringt es, die Dorsche von Land aus zu Jiggen. 
Wenn die Heringe die Trave nach Lübeck hochziehen um ihr Laichgeschäft zu erledigen, folgen ihnen die Dorsche und das bringt uns die Möglichkeit sie v,om Land aus mit Gummi zu fangen.

Und ich kann eins vorab sagen…..das macht unglaublichen Spaß !!!

Die Sache hat jedoch einen Haken,  denn die Dorsche kommen fast ausschließlich im Dunkeln und so muss man sich ein wenig die Nacht um die Ohren, schlagen um einige von ihnen fangen zu können. Es könnte nun sein, dass die Frage aufkommt, wie es denn möglich ist, dass Dorsche in der Nacht auf  Gummis beißen:



Bei den Zandern ist es bekannt, dass diese Nachts gut gucken können. Aber können Dorsche das auch?

Ganz ehrlich….. Ich weiß es nicht!

Ich denke aber, dass sie es nicht können. Trotzdem sind sie in der Lage, auch nachts ihre Beute zu lokalisieren und dank ihrer Seitenlinien ist es ihnen möglich, diese auch fast punktgenau zu attackieren. Und da kommen wir auch gleich zum Erfolgsköder. Dieser sollte nämlich reichlich Druck unter Wasser machen, um eben das Seitenlinienorgan der Dorsche anzusprechen!

Mit Abstand das fängigste Gummi an mehreren Angeltagen war der Gunki Grubby Shad. Ich habe ihn in den Größen 3.3“ (8,5 cm),  4.1“ (10,5cm) und 5.1“ (13cm) getestet und alle drei Größen haben ihren Fisch gebracht.  Besonders die Größe 4.1 hat den Dorschen anscheinend am Besten gemundet.



Des weiteren habe ich auch noch sehr gut mit dem Gunki V²IB in den Größen 4.1“ (10.5cm) und 4.9“ (12.5cm) und dem Sweep Gun 4.3“ (11.5cm) in der Farbe Orange Fluo Yellow gefangen.  Am besten lief immer der Grubby Shad, der mit seiner Schaufel und seinem voluminösen Körper extremen Druck unter Wasser abgibt.



Das Angeln selbst unterscheidet sich nur wenig vom eigentlichen Jiggen auf Dorsch, wie man es vom Kleinboot aus kennt. Entweder jiggt man wie gewohnt, oder man benutzt die Faulenzer Methode, die sich auch sehr gut eignet, da sie eine längere Absinkphase hat und der Dorsch so mehr Zeit hat, den Köder wahrzunehmen.

Und auch bei dieser Angelei kann es sein, dass sich mal eine Überraschung blicken lässt. In diesem Fall war es eine wirklich schöne Platte, die es wissen , und sich auf den Grubby Shad stürzte.



Je nach Strömung - die hier wirklich extrem variieren kann - muss man mit der Wahl der Bleiköpfe auch variabel sein und allerhand verschiedene Gewichte dabei haben. Manchmal kommt man mit 18 Gramm aus, an anderen Tagen waren 48 Gramm nicht ausreichend. Normalerweise kann man aber sagen, dass man mit 21 – 30 Gramm gut bedient ist. Als Rute nehme ich die Gunki Kairo 2,50m 14-80 Gram mit einer 4000er Gunki SWM Rolle und einer geflochtenen Schnur für den direkteren Kontakt.

Es gibt auch Tage (besser gesagt: Nächte), an denen das Jiggen auf Dorsch nicht möglich ist. Wenn der Wind und dazu auch noch die Strömung zu stark sind, bekommt man einfach den erforderlichen Grundkontakt nicht mehr hergestellt. Sollte es aber wettertechnisch gehen, steht einer Super-Dorschnacht nichts mehr im Wege. Nun nur noch hoffen, dass die Dorsche vor Ort sind und schon kann der Spaß los gehen. Wem das Angeln vom Boot aus auf Dorsch schon gefällt, dem empfehle ich auch mal eine nächtlich Tour auf Dorsch zu machen.

Generell gilt, dass alle Häfen, die tief genug sind, von den Dorschen im Herbst/Winter und in der Laichzeit der Heringe aufgesucht werden.

Somit gibt es einige Spots, die vielleicht fängig sein könnten. Versucht es einfach mal eine Nacht und jiggt Euch ein paar Dorsche.

Viel Spaß dabei


Euer Christian