DIE SHIGEKI S210M/ML SPINNRUTE

Im letzten Jahr neu im Programm von Pezon & Michel, hat sich die Gunki Shigeki S210 M/ML einen richtig guten Ruf verschafft. Diese hochwertige, vielseitige Rute ist die Referenz in der Topserie der Marke.

Als ich die Rute zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich vom Gewicht – besser gesagt vom fehlenden Gewicht – überrascht. Das verwendete Carbon, der Korkgriff und die Fuji K Ringe bilden ein kleines Kunstwerk. Es dauerte eine Weile,l ehe ich mich entscheiden konnte, welche Rute aus der umfassenden Serie ich nehmen sollte. Es wurde die Shigeki M/ML. Ich war in erster Linie auf der Suche nach einer Rute zum Dropshotten. Mit einem Wurfgewicht von 5 bis 18 Gramm sollte die Rute für den schweren Einsatz, für große Distanzen und eher tiefe Stellen (8 bis 12 Meter) perfekt sein.

Es stellte sich heraus, dass die Rute noch vielseitiger war, als ich anfangs dachte.

Um eine ausgewogene Kombo zu erhalten, kombinierte ich die Rute mit der Gunki SW 200 Rolle, versehen mit 12er Color Braid. Nun musste ich nur noch auf den Moment warten, die neue Rute auch zu testen!

Die Forellensaison begann am 2. Samstag im März und die Rute sollte getauft werden. Ich nahm eine Auswahl an Gunki Gameras, Größe 50SP und nahm Kurs auf den nächstgelegenen Forellenfluss. Normalerweise verwende ich da meine Bushi S180L, aber die 30 cm mehr an Länge der Shigeki wird man zu schätzen wissen. Es mag nicht viel erscheinen, aber die extra Länge ist der Schlüssel, um die Köder kontrolliert durch die Strömung zu führen.

Egal, ich konnte nicht länger warten!

Trotz des geringen Wurfgewichts von 2,3 Gramm konnte ich die Gamera sehr einfach werfen und war überrascht wie einfach es ging. 

Während des Nachmittags konnte ich die Qualität des Blanks und der Ringe prüfen, als ich ein tollen Kampf mit einer schönen Forelle hatte. 

Die Rute ist empfindlich genug, um das Rasseln des Köders beim Einholen zu fühlen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass es sich beim Anbiss eines schönen Fisches anfühlt, als würde man ein Stromkabel berühren!

Ich hätte es von Anfang an wissen können, aber ich hatte mich einfach in die Rute verliebt! Wer nicht, auch die Fische scheinen die Rute zu mögen, gemessen an der Zahl, die ich damit schon gefangen habe!

Ich weiß, dass es nicht die Rute ist, die tatsächlich die Fische fängt, aber die Qualität der verwendeten Teilen sorgt schon dafür, dass man die Oberhand bekommt. Fügt man hinzu, dass man mit dieser Rute sowohl Köder unterhalb als oberhalb  des angegeben Wurfgewichts  werfen kann, realisiert man sich, dass die Shigeki S210ML/M eine Klasse für sich ist.

Ich verwende diese Rute bei fast jedem meiner Ausflüge und auch mit fast jedem Köder, der sich in meiner Köderbox befindet.

Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes die komplette Gunki Softbaitrange probiert, angefangen von der 1.8“ Speed Gun bis zum 3.3“ Grubby Shads an Jigköpfen von 2 bis 10 Gramm. Diese Rute und das Color Braid geben Dir eine Rückmeldung wie ein Echolot, wenn es darum geht, zu erkunden, was sich alles unter der Wasseroberfläche abspielt, wenn Du es auf Barsch, Zander, usw. abgesehen hast.

Ich habe beim Hechtfischen sogar einen 4.3” Sweep Gun benutzt. Die Rute hat den Köder ohne Probleme genommen.

Bei Hardbaits verhält es sich ähnlich. Ob Gunki Gamera 50 und 60 oder Mothra 60 und 75: obwohl der Blank sehr sensibel ist, die eher weiche Spitzenaktion federt die Vibrationen der Köder ab und verhindert Beschwerden nach stundenlangem Werfen. Ich habe sogar die Gigan Serie (39 bis 55) gefischt, ohne die Rute zu wechseln, oder die Geflochtene gegen Mono zu tauschen!

Auch die Pezon & Michel Rapide Spinner in Größe 3 können benutzt werden!

Und ja, ich habe die Rute auch zum Dropshotten verwendet, denn das war ja der eigentliche Grund meiner Rutenwahl! Die kleinsten Anfasser wurden registriert und ich konnte diese kleinen Teufelsbarsche haken.

Wenn ich nur eine Rute aus der Serie auswählen müsste, und es wird jetzt keine Überraschung sein, wäre es ohne Zweifel die Gunki Shigeki S210 M/ML, denn diese Rute ist einfach etwas besonderes!

 

Wir sehen uns bald für weitere Angelabenteuer.

Alex